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Class-FormatAugust 2026 · 6 Min

Kettlebell-Training — mehr als nur Swings.

Wer an eine Kettlebell denkt, sieht meistens dieselbe Bewegung vor sich: die Kugel schwingt zwischen den Beinen durch und wieder nach oben. Das ist der Swing, und er ist eine gute Übung. Er ist nur eben nicht das Programm. In unserer Kettlebell Class donnerstags um 18:30 Uhr ist er eine von vielen Bewegungen — und selten die wichtigste des Abends.

Briefing am Whiteboard, Technikarbeit, Swing, Clean, Overhead Press, Farmers Carry und Turkish Get-Up — ein Donnerstagabend in der Kettlebell Class. AMITY Athletics, Dülmen.

Es fängt am Whiteboard an, nicht an der Kugel

Die Class beginnt nicht damit, dass alle loslegen. Sie beginnt damit, dass die Gruppe vor dem Whiteboard steht und das Workout erklärt bekommt: Aufbau, Bewegungen, Reihenfolge, worauf es heute ankommt. Erst danach wird angefasst.

Das klingt nach einer Kleinigkeit und ist der eigentliche Unterschied. Die Kettlebell verzeiht schlechte Technik schlechter als eine Maschine, weil sie sich bewegt, während man sie hält. Die Bewegungen werden deshalb vorgemacht, einzeln geübt und korrigiert, bevor Tempo dazukommt. Programming und Aufbau der Class kommen von Julia — sie schreibt die Einheiten und coacht durch den Abend.

Der Grundsatz ist derselbe wie in jeder anderen Class bei uns: Technik vor Intensität, ein Coach im Raum, maximal zwölf Leute in der Gruppe.

Vier Grundpfeiler statt einer Bewegung

Eine Kettlebell kann fast alles, wofür man sonst mehrere Geräte braucht. Die Class nutzt das aus und teilt das Training in vier Bereiche auf:

Push
Drücken

Overhead Press, einarmig und beidarmig. Die Kettlebell sitzt dabei nicht wie eine Hantel in der Hand, sondern hängt hinter dem Unterarm — der Schultergürtel muss die Last die ganze Zeit kontrollieren, nicht nur bewegen.

Pull
Ziehen

Der Clean bringt die Kettlebell vom Boden in die Front-Rack-Position. Die Arbeit kommt aus der Hüfte, nicht aus dem Arm — derselbe Impuls, der auch den Swing trägt. Es ist die Bewegung, an der man am schnellsten merkt, ob Technik oder Kraft das Limit ist.

Carry
Tragen

Farmers Carry: schwere Kettlebells in beiden Händen, gehen. Unspektakulär und deshalb unterschätzt. Griffkraft und Rumpfspannung entstehen hier nebenbei — und die Bewegung ist zugleich eine HYROX-Station.

Hold
Stabilisieren

Turkish Get-Up und Goblet Squat. Beides Bewegungen, bei denen das Gewicht nicht schwer sein muss, um anspruchsvoll zu sein. Es geht um Balance, Körperkontrolle und darum, eine Position auch dann zu halten, wenn es unbequem wird.

Der Farmers Carry ist dabei der Fall, an dem sich zeigt, wie wenig zufällig die Auswahl ist: Dieselbe Bewegung mit denselben Kettlebells ist eine der acht Stationen im HYROX® Race. Wer donnerstags trägt, trainiert nicht an einem Sonderfall, sondern an einem Muster, das im Alltag und im Wettkampf gleichermaßen vorkommt.

Aus einzelnen Übungen wird ein Flow

Im Verlauf der Class bleiben die Bewegungen nicht isoliert. Was zuerst einzeln geübt wurde, wird zusammengesetzt: Clean, dann Press, dann Squat — ohne die Kettlebell zwischendurch abzustellen. Solche Ketten heißen Complexes oder Flows, und sie sind der Punkt, an dem die Class anstrengend wird. Nicht weil das Gewicht steigt, sondern weil die Pausen verschwinden.

Dazwischen stehen Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, Liegestütze zum Beispiel. Am Ende ist es ein Workout, das Kraft, Koordination und Ausdauer gleichzeitig fordert — das ist der Grund, warum in der letzten Runde alle schwitzen und niemand mehr viel redet.

Wenn dich interessiert, warum wir überhaupt in Bewegungen statt in Muskelgruppen denken: Das steht ausführlicher in Functional Fitness — was ist das eigentlich?

Wer donnerstags dasteht

Die Class ist nicht nach Leistungsklassen sortiert, und sie muss es auch nicht sein: Alle laufen dasselbe Workout, nur eben nicht mit derselben Kettlebell. Die Struktur ist für alle gleich, die Last nicht. Deshalb kann jemand mit Jahren an Trainingserfahrung und jemand am ersten Abend dieselbe Stunde sinnvoll mitmachen.

Am Ende werden die Kettlebells abgestellt und es gibt Abklatschen. Das ist kein Programmpunkt, es passiert einfach — und es ist der Teil, der sich in keiner Kursbeschreibung unterbringen lässt.

Häufige Fragen

Wann findet die Kettlebell Class statt?

Jeden Donnerstag um 18:30 Uhr, 60 Minuten lang. Es ist der einzige feste Termin dieses Formats pro Woche, und die Gruppe ist wie in jeder Class auf maximal zwölf Teilnehmende begrenzt. Gebucht wird über die AMITY Athletics App — am besten rechtzeitig, weil ein Termin pro Woche wenig Puffer lässt.

Brauche ich Vorerfahrung mit der Kettlebell?

Nein. Die Class beginnt am Whiteboard mit dem Briefing, danach werden die Bewegungen vorgemacht und korrigiert, bevor das Workout startet. Technik steht vor Intensität. Wenn du eine Kettlebell noch nie in der Hand hattest, ist das der richtige Einstieg — nicht der falsche Zeitpunkt.

Sind das nicht einfach nur Swings?

Nein. Die Class arbeitet mit vier Grundpfeilern: Drücken (Overhead Press, ein- und beidarmig), Ziehen (Clean in die Front-Rack-Position), Tragen (Farmers Carry) und Stabilisieren (Turkish Get-Up, Goblet Squat). Dazu kommen Körpergewichtsübungen wie Liegestütze. Der Swing ist eine Bewegung von vielen, nicht das Programm.

Welches Gewicht nehme ich?

Das entscheidest du nicht allein. Der Coach ordnet das Gewicht der Bewegung und deinem Level zu und korrigiert im Verlauf der Class nach. Dasselbe Workout kann mit deutlich unterschiedlichen Kettlebells gelaufen werden — das ist der Normalfall, nicht die Ausnahme.

Wer gestaltet die Class?

Programming und Aufbau der Kettlebell Class kommen von Julia. Sie schreibt die Einheiten, erklärt sie am Whiteboard und coacht durch das Workout.

Kann ich vorbeikommen, ohne Mitglied zu sein?

Ja. Das erste Training ist kostenlos. Danach gibt es Drop-In, den Probemonat oder eine reguläre Mitgliedschaft — eine Anmeldegebühr fällt bei uns nicht an.

Donnerstag, 18:30 Uhr
Die Kettlebell kann mehr. Du auch.

Ein Termin pro Woche, zwölf Plätze, erstes Training kostenlos. Wenn du wissen willst, wie sich das anfühlt, ist der einfachste Weg, einmal donnerstags dazustehen.

Verantwortlich für den Inhalt

V.i.S.d.P. nach § 18 Abs. 2 MStV: Axel Meineke, AMITY Athletics GmbH, Dalweg 25, 48249 Dülmen. Kontakt: hallo@amity-athletics.de. Alle Angaben nach bestem Wissen, ohne Gewähr. Vollständige Anbieterkennzeichnung im Impressum.